Glanzgoldbase KT-5 zur Porzellanrestaurierung Produkteigenschaften

Glanzgoldbase ist ein wasserverdünnbares, butylcarbitolhaltiges Anlegemittel zur Reparatur und Ergänzung von Fehlstellen hochglänzender Vergoldungen an Keramiken, insbesondere Porzellan. Das kalt aufzubringende Anlegemittel löst das Problem der Restaurierung von Glanzgold wo ein erneutes Brennen nicht in Frage kommt oder zu aufwendig erscheint.

Entfernung der Filme mit verdünntem Ammoniak möglich. Pinsel und andere Werkzeuge sind sofort nach ihrem Einsatz mit Wasser auswaschbar. Beim Arbeiten mit Glanzgoldbase sind die handwerklich üblichen Sicherheitsregeln für den Umgang mit Kunstharzen einzuhalten.
Die Lagerfähigkeit der gut verschlossenen Flaschen beträgt min.1 Jahr.

Anwendungsbeschreibung

Auf sauberes Porzellan und hart gebrannte Keramik kann Glanzgoldbase direkt aufgetragen werden, da durch Sinterbrand keine Kapillaren vorhanden sind. Noch saugfähige Kittungen werden zunächst mit verdünntem KT-5 vorgestrichen. Weitere Schichten werden erst aufgetragen, wenn der Vorstrich trocken ist als auch nach Durchtrocknung jeder einzelnen Folgeschicht. Zwischenschliffe sind nicht notwendig.

Kt-5 ist zur Auflage von Blattmetallen, vorzugsweise Blattgold bestimmt. Da eine deutliche Klebrigkeit der Filme nach Durchtrocknung fehlt, ist Transfergold zu bevorzugen. Loses Blattgold kann aufgelegt werden, um mit Seidenpapier angedrückt zu werden. Das Transfermetall wird mit der Schere zugeschnitten und erst dann auf die Reparaturstelle gebracht, wenn die Glanzgoldbase-Filme durchgetrocknet sind.

Es darf keine deutliche Oberflächenklebrigkeit mehr fühlbar sein! Andernfalls fällt die Vergoldung nicht spiegelglänzend aus und es zeigen sich später feine Schrumpffalten im Metall. Die Wartezeit vor Vergoldung kann bei dickeren Schichten durchaus 24 Stunden dauern.

Das Transfergold wird von der Papierseite her mit Watte angepresst und nach Abziehen des Transferpapiers erneut mit Watte angedrückt, bevor es mit sauberer Baumwollwatte in eine Richtung poliert wird. Das Verfahren kann wiederholt werden, wenn Fehlstellen im Metall vorhanden sein sollten. Bei extrem kleinen Fehlstellen hat sich bewährt, einen Stift aus dickem Filz zuzuschneiden und mit diesem Werkzeug einen leichten, punktförmigen Druck auf das Transferpapier auszuüben.

Die so erzielten Vergoldungen erscheinen dauerhaft spiegelglänzend. Sie können unter Glanzverlust mit elastischem Acrylharzlack (bevorzugt wäßriger Lack) den übrigen Goldflächen im Glanzgrad angepaßt werden. Verwenden Sie keinen Schellack! Der wird zu spröde und führt zu Craqueléebildung - es sei denn, gerade dies ist erwünscht.
Die Vergoldungen sind griff- und wasserfest auch wetterfest, jedoch nicht geeignet, etwa intensive Naßreinigungen zu überstehen. Auch bleiben die Vergoldungen kratzempfindlich.

Eine „Auffrischung" stark strapazierter KT-5-Goldflächen kann unter Verwendung von Instacoll-Aktivator durchgeführt werden. Der Instacoll- Aktivatorwird hauchdünn über die gesamte Altvergoldung gebracht und nach Trocknung sofort erneut mit Transfergold belegt. Der Instacoll-Aktivator versagt jedoch, wenn die Vergoldung eine Firnisschicht (oder Zaponlack) aufweist.

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