Die rationelle Vergoldungsmethode mit echtem Blattgold, Kompositionsgold oder Blattaluminium auf Rollen

Die Herstellung von Goldlinien, und -Bändern wird durch die Verwendung von echtem oder unechtem Rollergold erheblich erleichtert. Das Gold liegt hier statt in ein Büchlein eingelegt - auf einem Papierband, von dem aus es direkt auf den zu vergoldenden Gegenstand übertragen wird. So wird ein sauberes und rasches Arbeiten ohne jeden Material-Verlust gewährleistet.

Echtes Rollengold wird mit einem Feingehalt von 22 Karat für lnnen-Vergoldungen und mit Feingehalten bis zu 23 1/2 Karat für Außenvergoldungen geliefert. Echtes Rollengold, sowie Kompositionsgold und Blattaluminium auf Rollen ist von 3 mm an aufwärts in jeder gewünschten Millimeter-Breite lieferbar bis 100 mm. Die Echtgoldrollen sind ca. 21 Meter lang, die Kompositions- und Aluminium-Rollen ca. 25 Meter. Zur Übertragung des Goldes von der Rolle auf den zu vergoldenden Gegenstand dient der Universal-Vergolde-Apparat. Er ist so eingerichtet, dass er Rollen jeder Breite aufnehmen kann und dass er sich ebenso für die Vergoldung ebener, wie erhobener oder vertiefter Flächen eignet.

Vergolderapparat Vergolderapparat Vergolderapparat

Gebrauchs-Anweisung zum Universal-Vergolde-Apparat

Um den Apparat gebrauchsfähig zu machen, nehme man die beiden Stellschrauben, die Feder und die Deckplatte ab. Dann stecke man die ungeöffnete Goldrolle X auf die mittlere Achse A. Auf die vordere Achse B setze man eine der Breite der Goldrolle genau entsprechende Führungsrolle Z, welche in den verschiedenen Breiten beigegeben sind. Sodann füge man die Deckplatte D wieder in den Apparat ein und setze die Feder F auf die Achse A und außerdem auf jede Achse eine Verschlussschraube E. Die Schrauben sind soweit anzuziehen, daß die Deckplatte D unter einem leichten Druck ist. Erst jetzt öffne man den Papiervorlauf der Goldrolle X mittels eines scharfen oder spitzen Gegenstandes, ziehe das Band zwischen den beiden Rollen heraus und klebe es sorgfältig auf die ent- gegengesetzte Seite der Führungsrolle Z fest.

Nun übertrage man die Papierschutzschicht der Goldrolle auf die Führungsrolle, indem man mit derselben über den Arbeitstisch fährt. Hierbei stelle man die Stellschrauben so ein, daß sich die Rollen mit der gewünschten Leichtigkeit drehen. Sobald das Gold auf dem Papierband erscheint, kann die Vergoldung beginnen, wobei zu beachten ist; daß die ganze Breite der Rolle mit leichtem gleichmäßigen Druck den zu vergoldenden Gegenstand berührt, so daß das aufgespulte leere Papier nicht rutschen kann. Wickelt sich letzteres schief auf die Führungsrolle, so nehme man das Papier ab und befestige es von neuem. Ist der Apparat außer Gebrauch, so sind die Schrauben fest anzuziehen, damit sich die Rolle nicht drehen kann.

Vergoldungen auf unebenen Flächen oder Vertiefungen

Man setze auf die vordere Achse statt der Führungsrolle so viele Pinsel als für die Breite des Rollengoldes nötig sind.

Das Goldband wird nicht am Pinsel angebracht, sondern es wird mit der linken Hand niedergehalten, während der Pinsel mit leichtem gleichmäßigen Druck über die Rückseite des Goldbandes gleitet und das Goldband an die Erhöhungen oder Vertiefungen der zu vergoldenden Fläche presst.

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